Die15 Ausgabe 19 Oktober 2011
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
es heißt Abschied nehmen, denn: Das war er dann wohl, der Sommer 2011, der in unseren Breiten ein nur ein- oder zwei-, maximal aber fünftägiges Gastspiel gegeben hat. Eine so richtig heiße Periode mit lauen Nächten, in denen man lange draußen sitzen konnte, war uns nicht vergönnt. Der Grill ist weitestgehend kalt geblieben. Die Sommerferien haben in diesem Jahr ihrem Namen keine Ehre gemacht. Die Freibäder verzeichnen durchweg schlechte Besucherfrequenzen, die Saison ist buchstäblich ins Wasser gefallen. Gefühlt war dieser Sommer für die meisten von uns wohl eher der nahtlose Übergang zwischen einem „Hauch von Sommer“ im Frühling und dem Herbst, der jetzt, da die Sonne über dem Äquator steht, auch astronomisch begonnen hat.
Die Vorboten sind deutlich: Der Herbst ist traditionell eng verbunden mit Erntezeit, Zeit der reifen Früchte und Zeit des Pflückens. Auf den Feldern haben die Landwirte, nicht zufrieden nach einem zu trockenen Frühjahr, ihre bescheidenen Erträge bereits eingebracht. Nur Obst gibt es reichlich. Die Wälder beginnen langsam, sich rot-braun zu färben, bevor erste Herbstwinde die Blätter von den Bäumen wehen. Morgendliche Nebelschwaden steigen gespenstig auf. Gartenfreunde verpassen spätestens jetzt den Büschen und Sträuchern im heimischen „Freiluftwohnzimmer“ den letzten Schnitt. Nur Sonnen- und Herbstblumen setzen noch letzte farbliche Akzente.
Im September – der häufig auch als Spinnenmonat bezeichnet wird – begegnen wir zunehmend den kleinen, meist ungeliebten Krabbeltierchen, deren eifriges Netzwerk in der Morgensonne, mit Tau oder Regentropfen überzogen, so schön glitzert. Nun wird es Zeit, vorausschauend das Heizöl einzulagern und das Brennholz in Reichweite zu packen für den kommenden Winter (an den wohl ernsthaft noch niemand denken mag). Aber so ist nun mal der Jahreslauf: Die Witterung wird insgesamt ungemütlicher und unbeständiger. Obwohl, geht es eigentlich noch unbeständiger als in diesem Juli und August? Zumindest müssen wir uns nicht so gravierend umstellen. Und wer weiß, mit etwas Glück steht uns ja nach dem ausgefallenen Sommer wenigstens noch ein verspäteter, sogenannter „Altweibersommer“ ins Haus.
Diese Bezeichnung steht für ein meteorologisches Hochdruckgebiet im Spätjahr, das für stabiles, warmes Wetter sorgen und uns den ersehnten goldenen Oktober bescheren kann – ja, richtig: kann, nicht muss. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. „Durch des Septembers heit’ren Blick schaut nochmals der Mai zurück“ kündet eine der vielen alten Bauernregeln. Nochmals die Sonne und die Temperaturen wie in diesem Mai? Nehmen wir doch gerne! Dann könnten wir die Herbstwanderung durch unsere bunten Wälder doppelt genießen und vielleicht auch noch mal grillen…
Ihre Elke Rohde
und das Team Werbung der Marketinggemeinschaft Stadt Lichtenau/Westfalen e.V.
![]()
Unsere nächste Ausgabe erscheint am 29. Oktober 2011!
Anzeigenschluss für diese Ausgabe ist am 15. Oktober und Redaktionsschluss ist am 19. Oktober 2011. Bitte vormerken!








