Die15 - Magazin für die 15 Dörfer der Stadt Lichtenau

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Das „Who is who“ der Benediktiner

Auf Ahnenforschung in der neuen Dalheimer Sonderausstellung

Päpste, Bischöfe, Äbte und Mönche: Die mehr als 1.500-jährige Geschichte des Benediktinerordens hat viele aufzuweisen. Das „Who is who“ des ältesten und wohl bedeutendsten Ordens versammelt ein Gemälde der neuen Sonderausstellung „Macht des Wortes. Benediktinisches Mönchtum im Spiegel Europas“ in der Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur. Zum Start der Schau (2.7. bis 30.12.2011) steht es im Mittelpunkt des monatlichen Werkstattgesprächs des Museums am Dienstag, 12. Juli.

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Direkt über dem Ordensgründer: Dr. Helga Fabritius zeigt, wo sich im Stammbaum der Benediktiner der heilige Papst Gregor befindet. (Foto: LWL/Maria Tillmann)

Der „Stammbaum der Benediktiner“ von Johann Gottfried Prechler (1721), ein Gemälde auf Pergament, präsentiert durch die Jahrhunderte hinweg entscheidende Personen der benediktinischen Ordensgeschichte. „Stammbäume sind bereits im Alten Ägypten bekannt. Zunächst illustrieren sie verwandtschaftliche Beziehungen. Im Mittelalter wird dieses Schema auch für die Illustrierung von Ordensgeschichte beliebt“, erläutert die wissenschaftliche Projektleitung der Ausstellung, die Kunsthistorikerin Dr. Helga Fabritius.

 

Der Heilige Benedikt bildet den Stamm des Baumes, dessen Krone die oberen zwei Drittel des rund einen Meter hohen Gemäldes ausfüllt. „Wie Früchte tragen seine Zweige Heilige und Selige des Benediktinerordens, die durch charakteristische Attribute, Inschriften und Wappen gekennzeichnet werden“, sagt Fabritius. Angefangen beim Ordensgründer stellt das Gemälde aus dem Benediktinerstift Kremsmünster (Österreich) 100 Personen vor. In der Fülle seiner Motive gleicht das Gemälde damit den heute geläufigen Wimmelbildern.

Für das geübte Auge zu entdecken gibt es zum Beispiel die Heiligen Placidus und Maurus, direkte Schüler Benedikts, oder den heiligen Papst Gregor, der die Lebensgeschichte Benedikts im 6. Jahrhundert verfasste. Der Heilige Bonifatius ist ebenso abgebildet wie Guido von Arrezzo oder die heiligen Ordensfrauen Gertrudis und Hildegardis.

Überschrieben ist das Bild mit einem Zitat aus der Johannes-Offenbarung, das den „Stammbaum der Benediktiner“ in Zusammenhang mit dem Baum des Lebens bringt, der zwölf Mal im Jahr seine Früchte trägt. „In Anspielung auf den Stammbaum ist damit die sich entfaltende, segensreiche Wirkung des Benediktinerordens gemeint“, weiß Fabritius, die zu einem besonderen Rundgang durch die Schau einlädt: „Viele dieser Persönlichkeiten begegnen uns in der Sonderausstellung wieder.“

Beim Dalheimer Kunst-Stück begeben sich die Teilnehmer gemeinsam mit der Kunsthistorikerin auf die Suche durch das Geäst des Stammbaums und begegnen anschließend einigen der abgebildeten Benediktinern in der Sonderausstellung.

Treffpunkt ist um 16.30 Uhr in der Dalheimer Klosterschule im Ehrenhof. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.

Macht des Wortes

Die erste internationale Sonderausstellung der Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur zeigt auf 1.200 Quadratmetern Ausstellungsfläche eine umfassende Schau über die Geschichte des Benediktinerordens und seine Bedeutung für die gesamte europäische Klosterkultur. Anhand von rund 200 hochkarätigen Exponate „Macht des Wortes“ in dem ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift Dalheim von Glanz und Glauben in der benediktinischen Kulturgeschichte. Bedeutende, zum Teil mehr als 1.000 Jahre alte Handschriften werden ebenso gezeigt wie spektakuläre Schätze sakraler Kunst, Gold- und Silberschmiedearbeiten von Weltrang oder Elfenbeinschnitzereien. Werke großer Meister wie Albrecht Dürer, Anthonis van Dyck oder Peter Paul Rubens zeugen von der Sammelleidenschaft der barocken Klöster, die über Jahrhunderte hinweg wertvolles Wissen und große Schätze bewahrten.

Stiftung Kloster Dalheim

LWL-Landesmuseum für Klosterkultur
Am Kloster 9
33165 Lichtenau-Dalheim

Hier finden Sie weitere Informationen
Pfeil_rechtswww.stiftung-kloster-dalheim.lwl.org
Pfeil_rechtswww.macht-des-wortes.lwl.org

Öffnungszeiten

Das Museum öffnet dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, an Feiertagen auch montags.
Geschlossen bleiben der 24., 25. und 31. Dezember.

Eintrittspreise während "Macht des Wortes. Benediktinisches Mönchtum im Spiegel Europas" (2. Juli bis 30. Dezember 2011)

Erwachsene

9,00 Euro

Gruppen ab 16 Personen je Person

7,00 Euro

Kinder/Jugendliche (6 bis 17 Jahre), Schüler

3,00 Euro

Schüler/innen bei Teilnahme an einem museumspädagogischen Angebot
(2 Begleiter frei)

2,50 Euro

Ermäßigte*)

4,50 Euro

Familientageskarte

19,00 Euro

LWL-MuseumsCards

50% Ermäßigung
gilt nicht für bereits ermäßigte Preise, Gruppen, Kinder und Schüler/innen bei Teilnahme an einem museumspädagogischen Angebot

 

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